Kurz erklärte Änderungen rund um SOKA-BAU, BG BAU, Bauabzugsteuer und Recht – mit Quelle. Stand: Oktober 2026.
SOKA-BAU stellt den Onlineservice für Arbeitgeber auf das neue Kundencenter (kundencenter.soka-bau.de) um. Betriebe erhalten per Post die Arbeitgebernummer und per E-Mail einen Sicherheitscode; die Registrierung muss innerhalb von 90 Tagen erfolgen, danach verfällt der Code. Entsendebetriebe mit Sitz im Ausland nutzen im Kundencenter den „Internationalen Arbeitgeber-Onlineservice“ (IAO) mit den Bereichen Meldungen, Mein Betrieb, Arbeitnehmer und Konto; die Monatsmeldung wird dort je Arbeitnehmer mit Beschäftigungstagen, Bruttolohn, lohnpflichtigen Stunden und Stundenlohn erfasst oder per Excel-Vorlage hochgeladen. Soll ein Bevollmächtigter (z. B. das Lohnbüro) die Meldungen abgeben, muss der Betrieb dessen Zugang im Portal freischalten. Tipp aus der Praxis: Der Beschäftigungszeitraum wird als Tagesliste eingegeben (z. B. „2, 6-8, 18-25“), nicht als Datum.
Quelle: SOKA-BAU (Informationen zum Kundencenter für ausländische Arbeitgeber; Registrierungsschreiben Oktober 2026)SOKA-BAU und die Sozialkasse des Berliner Baugewerbes führen ihre Meldeverfahren bis 2027 schrittweise in das Meldeverfahren der Sozialversicherung über. Bisher sind zwei Wege möglich: der Upload der Meldedaten im Arbeitgeber-Onlineservice oder die Übertragung durch ein Rechenzentrum über die eXtra-Schnittstelle. Ab Januar 2027 sind Meldungen nach Angaben von SOKA-BAU nur noch aus einem Baulohn-Programm möglich, das von SOKA-BAU und der ITSG (Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung) zertifiziert ist; übertragen werden sie dann über den GKV-Kommunikationsserver, den Meldekanal der Sozialversicherung. Die Regeln für das Verfahren (Grundsätze für den Datenaustausch) hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 08.07.2024 genehmigt.
Quelle: soka-bau.de (Meldeverfahren gemeinsamer Einrichtungen, abgerufen am 28.09.2026)Das Bundeskabinett hat am 07.10.2026 die Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027 beschlossen. Grundlage ist die Lohnentwicklung des Jahres 2025 von 4,38 %; die Beitragsbemessungsgrenze und die Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung werden nach dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zusätzlich um 300 € im Monat angehoben. Ab 01.01.2027 gelten: Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung 8.850 € im Monat (bisher 8.450 €, 106.200 € im Jahr), Beitragsbemessungsgrenze Kranken- und Pflegeversicherung 6.375 € im Monat (bisher 5.812,50 €, 76.500 € im Jahr), Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung 84.150 € im Jahr (bisher 77.400 €). Die Bezugsgröße liegt laut Referentenentwurf bei 4.130 € im Monat. Die Verordnung muss noch vom Bundesrat gebilligt werden; für Baubetriebe bedeutet sie ab Januar 2027 höhere Sozialabgaben bei Gehältern oberhalb der bisherigen Grenzen.
Quelle: Deutsche Rentenversicherung (Meldung vom 08.10.2026) · Werte lt. Referentenentwurf BMAS vom 21.09.2026Das am 29.07.2026 im Bundesgesetzblatt verkündete GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BGBl. 2026 I Nr. 228) ändert auch die Arbeitgeberabgaben für gewerbliche Minijobs. Nach Angaben der Minijob-Zentrale steigt der Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung zum 01.01.2027 von derzeit 13 % auf den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 % zuzüglich des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes – nach heutigem Stand voraussichtlich 17,5 %. Weil der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz jedes Jahr neu festgelegt wird, kann sich dieser Wert künftig jährlich ändern; der endgültige Satz für 2027 steht fest, sobald der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 2027 bekannt gegeben ist. Für Baubetriebe, die Minijobber beschäftigen, erhöhen sich damit ab Januar 2027 die pauschalen Arbeitgeberabgaben an die Minijob-Zentrale.
Quelle: Minijob-Zentrale (Magazin, 30.07.2026)Das Bundeskabinett hat am 02.09.2026 den Entwurf eines Einkommensteuerreformgesetzes 2027 beschlossen. Danach soll die einheitliche Pauschsteuer für Minijobs zum 01.01.2027 von 2 % auf 5 % steigen; die Pauschsteuer zahlt der Arbeitgeber. Außerdem sieht ein Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zum Pflegeneuordnungsgesetz (05.06.2026) vor, dass Arbeitgeber ab 01.01.2027 für Minijobber den vollen Beitragssatz zur Pflegeversicherung von 3,6 % zahlen (Privathaushalt: 1,5 %). Beide Vorhaben sind noch nicht beschlossen. Zusammen mit der bereits verkündeten Anhebung der Krankenversicherungs-Pauschale würden die Arbeitgeberabgaben für Minijobs 2027 steigen.
Quelle: minijob-zentrale.de (Stand 09.09.2026)Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ist am 29.07.2026 im Bundesgesetzblatt verkündet worden (BGBl. 2026 I Nr. 228) und am 30.07.2026 in Kraft getreten. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums werden die monatliche Beitragsbemessungsgrenze und die Jahresarbeitsentgeltgrenze in der Krankenversicherung für das Jahr 2027 einmalig um zusätzlich 300 € angehoben – über die reguläre Anpassung an die Lohnentwicklung hinaus. Das Ministerium nennt dafür eine Mehrbelastung von rund 26 € im Monat als hälftigen Beitragsanteil; die andere Hälfte trägt der Arbeitgeber. Die konkreten Beträge für 2027 stehen erst mit der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung fest.
Quelle: bundesgesundheitsministerium.de (Gesetz vom 29.07.2026)Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 01.01.2027 in der zweiten Stufe auf 14,60 € brutto pro Stunde (2026: 13,90 €). Grundlage ist die vom Bundeskabinett per Verordnung umgesetzte Empfehlung der Mindestlohnkommission. Im Bauhauptgewerbe gibt es seit dem 31.12.2021 keinen allgemeinverbindlichen Branchenmindestlohn mehr – es gilt der gesetzliche Mindestlohn. Tarifgebundene Betriebe schulden die höheren Sätze des Lohn-Tarifvertrags. Zeitgleich steigt die Minijob-Grenze auf 633 € im Monat.
Quelle: bundesregierung.deIm Zuge der Angleichung an das Westniveau steigt der Beitrag zur Zusatzversorgung (TZA Bau) im Tarifgebiet Ost zum 01.01.2027 von 1,7 % auf 2,7 %. Bei unverändertem Urlaubsverfahren (14,7 %) und Berufsbildung (1,9 %) ergibt das einen Gesamtbeitrag Ost von 19,3 % statt bisher 18,3 %. Im Westen bleibt es bei 19,8 %. Ebenfalls zum 01.01.2027 steigt die Beitragszusage für Auszubildende um fünf Euro auf 25 Euro; für Angestellte im Tarifgebiet Ost steigt der Beitrag zur Zusatzversorgung um 16,50 € auf 59 € im Monat. Ostbetriebe sollten die Kalkulation für 2027 entsprechend anpassen.
Quelle: soka-bau.de (29.06.2026)Seit dem 01.01.2025 müssen alle Unternehmen im Inlandsgeschäft E-Rechnungen empfangen können. Die Pflicht zur Ausstellung greift ab 01.01.2027 für Unternehmen mit mehr als 800.000 € Gesamtumsatz im Vorjahr und ab 01.01.2028 für alle übrigen. Dauerhaft ausgenommen sind Kleinbetragsrechnungen bis 250 € und Kleinunternehmer. Für Baubetriebe mit vielen Abschlagsrechnungen lohnt sich die frühzeitige Umstellung – nachträglich alle Vorlagen und Schnittstellen umzubauen ist deutlich aufwendiger.
Quelle: § 27 Abs. 38 UStG / BMF-FAQ E-RechnungDie BG BAU weist darauf hin: SCC-Personenzertifikate nach dem Regelwerk SCC 2011 (Dokument 017 oder 018) werden ab dem 01.11.2026 nicht mehr anerkannt – auch dann nicht, wenn auf dem Zertifikat ein späteres Gültigkeitsdatum steht. Betroffen sind Beschäftigte und Führungskräfte, die den Nachweis benötigen, weil Auftraggeber ihn von Fremdfirmen verlangen. Wer das Zertifikat weiter braucht, muss eine neue Prüfung nach dem aktuellen Regelwerk ablegen; freie Prüfungstermine nennt die akkreditierte SCC-Stelle des DGUV Test.
Quelle: bgbau.de (17.08.2026)SOKA-BAU versendet derzeit die Jahreskontoauszüge mit dem Datenstand 31.12.2025 an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Bauwirtschaft; beigelegt ist die aktuelle Ausgabe des Kundenmagazins SOKA-BAU top. Wichtig für Rückfragen im Betrieb: Der Auszug zeigt ausschließlich die bei SOKA-BAU gespeicherten Daten zum 31.12.2025 – nach diesem Datum genommener Urlaub ist darin nicht enthalten. Den aktuellen Stand des Urlaubskontos können Beschäftigte jederzeit im Kundenportal einsehen; die Auszahlung von Urlaubsguthaben für das Jahr 2024 lässt sich dort ebenfalls direkt beantragen. Zugangsdaten erhalten Arbeitnehmer mit ihrer Arbeitnehmernummer über den Registrierungsdienst von SOKA-BAU.
Quelle: soka-bau.de (24.09.2026)SOKA-BAU weist Kundinnen und Kunden mit SEPA-Lastschriftmandat darauf hin, dass sie derzeit noch keine automatische Benachrichtigung erhalten, wenn eine Lastschrift nicht eingelöst werden konnte. SOKA-BAU bittet deshalb, das Konto nach angekündigten Abbuchungen kurz zu prüfen, damit früh erkennbar ist, ob der Einzug erfolgreich war. Offene Beträge können zu einem späteren Zeitpunkt erneut eingezogen werden. An einer automatischen Information arbeitet SOKA-BAU nach eigenen Angaben bereits.
Quelle: SOKA-BAU Blog (09.09.2026)Die gemeinsame Vereinbarung zur Installation von Photovoltaik-Anlagen wurde zum 01.09.2026 erweitert und neu gefasst. Neu beteiligt sind Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im ZDB, der Bundesverband Metall und die Berufsgenossenschaft Holz und Metall; der ZVSHK bringt zusätzlich das Installateur- und Heizungsbauerhandwerk ein. Die Vereinbarung legt Anforderungen an sicheres Arbeiten auf Dächern fest, enthält eine Musteranweisung für die Benutzung von Arbeits- und Schutzgerüsten und beschreibt die Schulung zur elektrotechnisch unterwiesenen Person (EuP) für PV-Anlagen, die Voraussetzung für den Einsatz als EuP bei der Errichtung von PV-Anlagen ist. Die ergänzenden Musternachunternehmerverträge für die Zusammenarbeit mit einem Elektrohandwerksunternehmen wurden überarbeitet; Arbeiten auf der AC-Seite des Wechselrichters bleiben Elektrofachkräften vorbehalten.
Quelle: bgbau.de (Meldung vom 08.09.2026)Zum 01.08.2026 sind 19 modernisierte Ausbildungsordnungen für die Bauwirtschaft in Kraft getreten – 16 dreijährige und 3 zweijährige Berufe. Sie ersetzen die Regelungen aus dem Jahr 1999. Neu sind unter anderem die gestreckte Abschlussprüfung in den dreijährigen Berufen sowie durchgängige Inhalte zu Energieeffizienz, Klimaschutz und Digitalisierung. Für Baubetriebe, die ausbilden, gelten die neuen Vorgaben für Ausbildungsverhältnisse, die ab August 2026 beginnen.
Quelle: bibb.de (Pressemitteilung)Der Beitrag zum Urlaubsverfahren sinkt für gewerbliche Arbeitnehmer um 0,4 Prozentpunkte auf 14,7 %. Damit gilt ab 01.07.2026: Tarifgebiet West gesamt 19,8 % (vorher 20,2 %), Tarifgebiet Ost 18,3 % (vorher 18,7 %), Berlin West 25,25 % (vorher 25,65 %), Berlin Ost 23,75 % (vorher 24,15 %). Für Angestellte und Auszubildende ändern sich die Beitragssätze nicht.
Quelle: soka-bau.de (29.06.2026)Arbeitgeber mit Sitz im Ausland, die Arbeitnehmer auf deutsche Baustellen entsenden, nehmen nur am Urlaubskassenverfahren teil – nicht an Berufsbildung und Zusatzversorgung. Für sie gilt daher seit dem 01.07.2026 der gesenkte Satz von 14,7 % der Bruttolohnsumme der gewerblichen Arbeitnehmer (vorher 15,1 %); der neue Satz gilt bereits ab der Monatsmeldung für Juli 2026. Voraussetzung ist die Anmeldung im Europaverfahren bei der SOKA-BAU, Bereich Arbeitnehmer-Entsendeverfahren in Wiesbaden. Die Teilnahmepflicht folgt aus § 8 AEntG in Verbindung mit dem allgemeinverbindlichen VTV und besteht unabhängig davon, ob im Heimatland ein vergleichbares Urlaubssystem existiert.
Quelle: soka-bau.de – Europäische ArbeitgeberFür Arbeitgeber mit Sitz im Ausland gilt seit dem 29.06.2026 wieder die Pflicht zur Abgabe einer Einsatzplanung nach § 2 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 und 3 MiLoMeldV. Die Pflicht war aus technischen Gründen bis zum 28.06.2026 ausgesetzt, obwohl die geänderten Vorschriften bereits seit dem 30.12.2025 gelten. Die Anmeldung selbst bleibt davon unberührt: Sie ist weiterhin vor Beginn der Werk- oder Dienstleistung über das Meldeportal-Mindestlohn abzugeben – je Baustelle. Zu beachten: In einer Meldung können höchstens 200 Arbeitnehmer angemeldet werden; für weitere Arbeitnehmer ist eine zusätzliche Meldung nötig. Im Feld „Auftraggeber" sind die Daten des Vertragspartners einzutragen, nicht die eigenen Unternehmensdaten. Bußgeld bei fehlender Meldung: bis 30.000 €.
Quelle: Meldeportal-Mindestlohn (Zollverwaltung)Das Bundesfinanzministerium hat mit Schreiben vom 10.04.2026 das Muster der Bescheinigung USt 1 TG neu bekannt gegeben. Mit dieser vom Finanzamt ausgestellten Bescheinigung weist ein Betrieb nach, dass er nachhaltig Bauleistungen und/oder Gebäudereinigungsleistungen erbringt. Sie ist die Grundlage für die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers nach § 13b UStG – also für Rechnungen zwischen Bauunternehmen ohne ausgewiesene Umsatzsteuer.
Quelle: bundesfinanzministerium.de (10.04.2026)Zum 01.04.2026 sind die Löhne und Gehälter in tarifgebundenen Betrieben des Bauhauptgewerbes im Westen um 3,9 % und im Osten um 5,3 % gestiegen. Damit gelten erstmals seit der Wiedervereinigung in Ost und West identische Tarifsätze – in allen Lohngruppen und in der Ausbildungsvergütung. Orientierungswerte je Stunde (Gesamttarifstundenlohn einschließlich Bauzuschlag von 5,9 %): Lohngruppe 1 rund 15,86 € (reiner Tarifstundenlohn 14,98 €), Lohngruppe 3 (Facharbeiter) rund 23,97 €, Lohngruppe 4 (Spezialfacharbeiter) rund 26,05 €, Lohngruppe 6 rund 29,72 €. Ein Geselle ist im ersten Tätigkeitsjahr in Lohngruppe 3 eingruppiert, ab dem zweiten Jahr in Lohngruppe 4. Ausbildungsvergütung im Monat: 1. Jahr rund 1.122 €, 2. Jahr 1.351 €, 3. Jahr 1.610 €, 4. Jahr 1.714 €. Zu tun: Eingruppierung prüfen und das Abrechnungsprogramm umstellen. Der Lohntarifvertrag läuft bis zum 31.03.2027; eine weitere Erhöhungsstufe ist darin nicht vereinbart – die nächste Tarifrunde steht im Frühjahr 2027 an.
Quelle: IG BAU (30.03.2026) / Lohntarifvertrag BauhauptgewerbeSeit Januar 2026 sind der Sozialkassenbeitrag und die Winterbeschäftigungsumlage auf zwei getrennte Bankverbindungen der ULAK zu zahlen. Eine Verrechnung zwischen den beiden Konten ist nicht möglich; zu viel gezahlte Beträge werden an den Betrieb zurückgezahlt. Die aktuellen IBAN stehen auf der SOKA-BAU-Website; alternativ empfiehlt SOKA-BAU ein SEPA-Lastschriftmandat.
Quelle: soka-bau.de (07.01.2026)Für die Umlagemonate Januar bis Dezember 2026 ist der Satz der Winterbeschäftigungsumlage im Bauhauptgewerbe auf 1,0 % des umlagepflichtigen Bruttoarbeitsentgelts reduziert: 0,6 % Arbeitgeberanteil und 0,4 % Arbeitnehmeranteil. Für Direktzahler des Bauhauptgewerbes ändert sich die Mehraufwandspauschale in dieser Zeit auf 15 % des Umlagebetrages (§ 8 Abs. 1 Satz 2 Winterbeschäftigungs-Verordnung). Betriebe des Bauhauptgewerbes melden und zahlen die Umlage am 28. des Folgemonats. Die Sonderregelung gilt laut Verordnung für die Umlagemonate 2026. Die Tarifvertragsparteien haben vereinbart, die Absenkung auf 1,0 % für 2027 und 2028 zu verlängern; dafür muss das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Verordnung noch ändern (SOKA-BAU, 29.06.2026).
Quelle: arbeitsagentur.de (Winterbeschäftigungsumlage)Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit 01.01.2026 13,90 € brutto pro Stunde (gültig bis 31.12.2026; ab 01.01.2027: 14,60 €). Wichtig für ausländische Baufirmen: Er ist auch von Entsendebetrieben einzuhalten. Einen eigenen Bau-Mindestlohn gibt es seit dem 31.12.2021 nicht mehr – im Baugewerbe gilt der gesetzliche Mindestlohn. Tarifliche Lohngruppen können höher liegen und stehen in den Lohn-Tarifverträgen.
Quelle: soka-bau.de / BMASSeit 1. Januar 2026 ist der Antrag auf Erstattung der Bauabzugsteuer (§ 48c Abs. 2 EStG) grundsätzlich elektronisch zu stellen (Jahressteuergesetz 2024); Papieranträge nur noch im Härtefall.
Quelle: § 48c EStGDer Höchstjahresarbeitsverdienst der freiwilligen Unternehmerversicherung beträgt seit 01.01.2026 94.920 € (zuvor 89.880 €). Für das Umlagejahr 2025 gelten drei Beitragsfüße: Hauptumlage 0,3850, Lastenverteilung nach Neurenten 0,0310 und Lastenverteilung nach Entgelten 0,1870; bei der Lastenverteilung nach Entgelten bleiben Arbeitsentgelte bis 270.000 € je Mitgliedsunternehmen unberücksichtigt (Freibetrag 2025).
Quelle: bgbau.deÜberholt durch die Änderung zum 01.07.2026. Seit 1. Juli 2025 galten neue Beiträge für gewerbliche Arbeitnehmer: Tarifgebiet West gesamt 20,2 % (Urlaub 15,1 %, Berufsbildung 1,9 %, Zusatzversorgung 3,2 %), Tarifgebiet Ost 18,7 %.
Quelle: soka-bau.deIm Baugewerbe gilt § 28a Abs. 4 SGB IV: die Sofortmeldung muss VOR Arbeitsaufnahme an die Datenstelle der Rentenversicherung übermittelt sein – nicht innerhalb von sechs Wochen wie in anderen Branchen. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit prüft genau diesen Zeitpunkt, meist als Erstes. Bußgelder bis 25.000 €. Praxis: Daten des neuen Mitarbeiters am Vortag erfassen, Meldung morgens vor Schichtbeginn absetzen, Protokoll zur Personalakte nehmen.
Quelle: § 28a Abs. 4 SGB IV, § 111 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, Abs. 4 SGB IVBG-BAU-Lohnnachweis: bis 16.02. des Folgejahres. SOKA-BAU: Meldung bis zum 15., Zahlung von Sozialkassenbeitrag und Winterbeschäftigungsumlage bis zum 28. des Folgemonats. Bauabzugsteuer-Anmeldung (bei Einbehalt): bis zum 10. des Monats nach der Zahlung an den Subunternehmer.
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